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Wandertour
2 - Kaiserstuhl - von Endingen nach Ihringen
Über
den Katharinenberg und Totenkopf...
Haben
Sie Vorschläge zu diesem Bereich oder Fragen? Wir sind gern
behilflich,
senden Sie uns einfach eine
Email!
Sie können Ihre Erfahrungen auch
in unserem FreiburgPlus-Blog veröffentlichen
Anspruch: Leichte Strecke über gute Wege,
bei starker Hitze aber nicht zu empfehlen. Klassische
Nord/Süd-Route, Markierung blaue Raute, gelber Grund.
Getränke nicht vergessen!
Zeit, Länge: etwa 5 h Wanderweg, 16 km Länge.
Wanderkarte:
LVA/SWV 6 oder Seeger 8220 Anfahrt: Linien der SBG, SWEG oder DB nach
Endingen; ab Ihringen mit Bahn oder Bus.
Nahverkehr -
Auskünfte
Einkehr: In Endingen und Ihringen viele
Gaststätten. Auf der Strecke: nur an Lenzenberg
(geschlossen Mi+Do), Kiosk Katharinenberg (Nur So+Feiertag
April, Mai, Sept, Okt.)
Der Kaiserstuhl ist eine Wärmeinsel Europas,
begünstigt durch die Lage am Rhein beträgt hier die
Durchschnittstemperatur meist ein paar Grad mehr, als im Rest
Deutschlands. Durch die Weinberge des vulkanischen Gesteins geht
diese schöne Wandertour über die Höhen der Hügel von Endingen
nach Ihringen.
Vom Endinger Bahnhof
aus führt der Weg die Üsenbergstrasse entlang, durch das
St. Jakobs-Gässli, der Markierung folgend nach Süden. Nach
etwa 50m sehen Sie links den Üsenberger Hof mit
Verkehrsverein und einem interessanten
Vorderösterreichischen Museum. Die Wegmarkierungen finden
Sie teilweise an Dachrinnen oder Laternenmasten.
Nähe des
Königsschaffhauserner Tors überqueren wir die Endinger
Hauptstrasse sowie den Marktplatz mit seinen herrlichen
Bürger- und Amtshäusern, passieren die St. Martin-Kirche,
über den Lindenplatz und folgen dann dem Freiburg Weg
Richtung Sportplatz. Vor einer kleinen Kapelle befindet sich
ein guter Plan des Wegverlaufs des Kaiserstuhl-Nord - Süd -
Weges. Gegenüber der Stadthalle führt uns der Weg dann in
die Marienstrasse. Dort finden Sie einen Brunnen, der aber
kein Trinkwasser führt. Weiter durch Neubaugebiet, am
Tennisplatz und der Minigolfanlage vorbei, finden wir dann
das Freibad und folgen ab dort der Gus - Zimmermann - Allee,
mit sehr schönen Kastanienbäumen. Sie führt, in
Südrichtung, auf den Katharinenberg zu. Am Ende der Allee
(Zeit etwa 20 min.) finden Sie einen weiteren Brunnen,
welcher diesmal Trinkwasser führt.
Wir erreichen
dann rasch den Wald. Nun geht es bergauf, hinein in das
Vulkangestein. Sie folgen den Serpentinen steil nach oben,
dann dem Holzabfuhrweg. Die Katharinenkapelle strahlt
uns bereits entgegen (Zeit etwa 1h 15m). Katharina ist eine
häufige Schutzpatronin der Kaiserstühler Gemeinden. Die
Kapelle wurde in Schriften des 14. Jh. erstmalig erwähnt.
Sie grenz an die Gemarkungen von Endingen, Balingen und
Schelingen. Hier finden am Pfingstmontag und im November
Prozessionen statt. Von der Kapelle aus führt unser weg
bergab nach Süden, den Markierung folgend auf dem
Wanderweg, nicht dem Holzabfuhrweg. Der Weg wird flacher und
führt uns östlich. An einer Abzweigung auf die Markierung
achten! Der Weg führt uns eine Weile durch den wunderbaren
Wald. Achten Sie dabei auf interessante, alte Grenzsteine.
Nach etwa 1h 45m erreichen wir den Wanderparkplatz
Schelinger Höhe. Hier überquert die Landstrasse den
Pass. Wir wechseln über die Strasse und folgen wieder der
Markierung. Zunächst geht es weiter durch den Wald, dann
aber weiter über Wiesengelände. Wir sehen die weit
ausgedehnten Höhenrücken der Vulkane des Kaiserstuhls. Im
Westen erkennen wir die Vogesen, in den nahem Tälern die
Gemeinden des Kaiserstuhls.
Über Berg
und Tal streift unser Weg nun das Naturschutzgebiet Badberg
- Haselschacher Buck und Badberg - Eichelspitze.
Trockenrasen - Biotope entstanden hier durch das fast
mediterrane Klima. Hier wachsen auch noch die seltenen
Küchenschellen und Kaiserstuhlanemonen sowie Magerwiesen
Orchideen u.v.a.. Das Pflücken von Blumen ist
verständlicherweise streng verboten. Der Weg führt dann am
Waldrand entlang, der Blick ist nur gen Westen frei. Hier
und da kreuzen andere Wege, so wie der Querweg
Schwarzwald-Kaiserstuhl. An der Eichelspitze können wir
auch wieder südlich ins Land schauen. An der Landstrasse
Vogtsburg - Bötzingen erreichen wir den Vogelsangpass
(Zeit etwa 2h 15m) am Wanderparkplatz. An der Schautafel
vorbei gehen wir durch die Rebberge und folgen wieder den
Markierungen. Hier können wir sehr schön östlich schauen
Richtung Tuniberg, Freiburg und Schwarzwald. Am Waldrand
erreichen wir eine Gabelung; wir folgen dem Weg bergauf in
den Laubwald. Im Frühling blühen herrlich die
Maiglöckchen. Weiter zunächst bergauf, wandern wir
dann auf einem Kammweg fast eben weiter. Wunderschöne
Buchen begegnen uns im Wald. Hier finden wir wieder schöne
Grenzsteine. Finden Sie den Stein von 1667? Es geht
nun steil den ehemaligen Vulkan hinauf.
Nach 150m
haben wir den Neunlindenberg erklommen (Zeit etwa 3h
15m). Zusammen mit dem Totenkopf bildet er einen
Doppelgipfel. Auf dem ersten steht ein Aussichtsturm, auf
letzterem ein Fernsehmast. Die Aussichtsplattform bietet
einen fantastischen Blick rundum ins weite Land. Im Osten
die Gipfel des Schwarzwalds, westlich die Vogesen und der
Rhein, bei klarem Wetter sogar das Basler Münster und fern
im Süden die Alpen. Weiter vorn südlich das bewaldete
Liliental, dort im Staatlichen Versuchsforst wachsen wilde
Orchideen und der Mammutbaum-Wald, einzigartig in
Europa. Nun geht der Weg steil bergab. An der Gabelung
bleiben wir auf dem ausgeschilderten mittleren Weg. Links
würde der Weg ins Liliental gegen Ihringen führen
(Mammutbaum-Wald). Unser Weg geht gemässigt auf dem Kammweg
weiter zum Gierstein (Zeit etwa 3h 45m). Bänke
bieten Gelegenheit zur Rast, aber leider keine gute
Aussicht. Der Weg geht weiter bergab. Die Pflanzen sind hier
andere, die Bodendecke ist dünn, daher sind die Bäume eher
kleinwüchsig. Zum Funkturm ist der Weg steinig und geht
bergauf. Er wird aber schnell besser und führt uns zu einem
Parkplatz und der Gaststätte am Lenzenberg (Zeit etwa 4h
15m). Bei schönem Wetter ist hier reger Betrieb, es gibt
auch einen schönen kleinen Tierpark.
Wir kehren um
und gehen ein Stück weit zurück. Ein quer verlaufendes
Asphaltweglein führt uns mit Markierungen rechts weiter
nach Nordwesten zu einem Wäldchen., über einen Asphaltweg,
dann über einen Feldweg südlich bergab. Je nach Jahreszeit
blühen hier Anemonen, Bauernbübchen und andere schöne
Pflanzen. Östlich sehen wir Tuniberg und Schwarzwald.
Ihringen erscheint schon zum Greifen nah. Wir folgen bergab
dem Lößhohlweg, der ganz beeindruckend tief eingeschnitten
in den Löß ist. Bei Sonneschein können wir manchmal
wunderbare Smaragdeidechsen sehen. Schließlich erreichen
wir in der Nähe der Kirche Ihringen. Ihringen ist ein
weitgestreckter Ort, so dass wir noch einen Augenblick bis
zum Bahnhof wandern dürfen.
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