St. Peter wurde 1093 vom
Zähringer - Herzog Bertold II als Hauskloster und Grablege
gegründet. Die Benediktiner - Mönche lebten gemäß ihrer
Ordensregel "Ora et labora", ließen den Schwarzwald
roden, siedelten Bauern an, gründeten eine Glashütte,
unterstützten die Uhrmacherei mit Rat und Tat. Viermal in seiner Geschichte brannten
Kirche und Klostergebäude ab. Die jetzt noch vollständig
erhaltene Barock-Anlage aus dem 18. Jahrhundert mit ihrer
Rokoko-Bibliothek ist eine der schönsten und bekanntesten im
ganzen süddeutschen Raum.
Führungen durch dieses
barocke Kleinod finden ganzjährig am Sonntag um 11:30 Uhr,
Dienstag um 11:00 Uhr und Donnerstag um 14:30 Uhr statt!
Zusätzlich gibt es Gruppen-Führungen auf Anfrage beim
Erzbischöflichen Priesterseminar St. Peter, Klosterhof 2,
Tel. 07660-91010. St. Peter hatte seinerzeit 1480 Einwohner,
davon waren 51 Uhrenmacher, 41 Familien lebten vom
Uhrenhandel! Bereits zu Klosterzeiten war ja die
Schwarzwälder Uhrenherstellung ein wichtiger Zusatzerwerb
für die bäuerliche Bevölkerung.
In der neuen politischen
Gemeinde St. Peter entwickelte sich bald ein reges
Vereinsleben: 1807 wurde der Kirchenchor gegründet, 1810 eine
Musikkapelle, 1869 die Sparkasse und 1874 der
Männergesangsverein. Das Dorf entwickelte sich stetig. 1950
war es Drehort des ersten deutschen Nachkriegs-Farbfilmes‚
Schwarzwaldmädel'. Heute ist St. Peter *das* Schwarzwald-Dorf
schlechthin. Ein Besuch ist für Schwarzwaldreisende beinahe
ein Muss!