Freiburg, Südbaden, Schwarzwald
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HALLO, HIER IST FREIBURG!

Schwarzwaldhäuser

Die Verbindung zwischen der herrlichen Landschaft des Schwarzwalds mit dem Bild des Schwarzwaldhaus ist ja bereits schon klassisch. Wie eine Burg trotzen die Schwarzwaldhäuser als Eindachhäuser, mit tief herab gezogenen Walmdächern, der Natur, geben Schutz und Wärme, vermitteln ein starkes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Die charakteristische Form ergibt sich durch eine traditionell gefestigte innere Aufteilung der Häuser, in denen Mensch und Tier gemeinsam lebten. Alle wichtigen wirtschaftlichen Tätigkeiten konnten so, auch bei schlechter Witterung, unter einem Dach verrichtet werden. Schon lange vor Erfindung des Traktors und der Schneefräse konnte auch in tiefem Winter der Alltag weitergehen.

Das typische Schwarzwaldhaus an sich gibt es dabei nicht. Vielmehr hat sich in jeder Region, fast schon in jedem Tal und auf jedem Berg, eine eigene Hausform entwickelt. Jedoch haben diese alle das Walmdach gemein, die Unterbringung von Mensch und Vieh in einem Haus, die Verwendung von vor Ort verfügbaren, billigen Materialien wie Holz, Stein, Stroh.

  Die älteste Hausform ist wohl das Heiden- oder Höhenhaus. Der First des Vollwalmdachs verläuft parallel mit dem Hang, an den das Haus meist gebaut wurde. Vorn liegt die Stallung, hinten am Berg der Wohnbereich, aber unterhalb des Weges, damit der Heuboden, über dem Wohnbereich liegend, vom Weg aus direkt erreicht werden kann. Allerdings wurden zuerst diese Häuser, etwa Ende des 16. Jh. , anders angelegt: Wohnteil nach vorn, mit Blick auf das Tal. Dies wurde, vermutlich witterungsbedingt, dann aber geändert. Zum neuen Haustyp kamen oft noch Mühle und Speicher hinzu.

Das "Zartener" oder Dreisamtäler Haus stellt eine Sonderform des Heidenhauses dar. Es steht senkrecht zum Hang und hat den Wohnteil vorn, zum Tal hin. In etwas günstigeren Lagen, hinsichtlich der Witterung, wurde teilweise auf das volle Walmdach verzichtet, zugunsten anderer Dachformen. Diese Häuser werden vorwiegend in Siedlungen gefunden, anstelle alleinstehender Höfe.

Das "Schauinslandhaus" oder Münstertäler Haus ist der Haustyp, der in den höhergelegenen Regionen überwiegt. Es steht immer parallel zum Hang, ab etwa 1000m Berghöhe, dort, wo nur noch reine Graswirtschaft möglich ist. Der Eingang liegt auf der wetterabgewandten Seite, das Dach ist häufig bis zum Boden reichend. 

Im südlichen Schwarzwald findet man vorwiegend das "Hotzenhaus", ein etwas schlichterer Haustyp. Der Hotzenwald war eher eine ärmliche Gegend, hat ein raues Klima und ist mit Kältewannen in den Talmulden oft winterlicher als der Hochschwarzwald. Diese Häuser muten stilistisch etwas mittelalterlich an: sie stehen parallel zum Hang, sind sog. Firstständer, der Walm zur Wetterseite tief herabgezogen. Der Wohnteil meist südlich ausgerichtet, ist das Holzhaus mit einer Steinmauer ummantelt. Einfache Mühlen, Brotbackstuben, Speicher gehören oft dazu. Die Innenräume sind oft eher dunkel.

Zu manchen Zeiten wurden die wunderschönen Häuser im Schwarzwald, aus wirtschaftlichen Gründen und Geldmangel der Familien, leider etwas vernachlässigt. Glücklicherweise konnten auf der anderen Seite einige Familien diese Kulturgüter renovieren, ausbauen und erhalten. Sie stellen einen wichtigen Teil des Bildes vom Schwarzwald der Menschen weltweit dar!

 

 

 

 

 

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