Freiburg, Südbaden, Schwarzwald
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HALLO, HIER IST FREIBURGPLUS!

 

Das Freiburger Münster "Unser lieben Frau" hat das Stadtleben Freiburgs über viele Jahrhunderte bestimmt. Der Besucher kann heute sicher kaum nachvollziehen, mit welchem Erstaunen und Bewundern früher die Menschen das Münster bestaunt und verehrt haben. Weithin sichtbar war das Münster das prägende Symbol Freiburgs überhaupt.

Bis heute überragt der Münsterturm mit seinen 116 m die anderen Gebäude der Stadt. Er war im Mittelalter einer der wenigen vollständig fertig gestellten Türme, was den Kunsthistoriker Jacob Burckhardt zu seiner Zeit zu dem Spruch verleitete " der schönste Turm der Christenheit".

Der Baubeginn des Münsters lag bereits in der Frühphase der Stadtgründung. Als auf dem Marktplatz das erste Mal die Händler standen, da stand bereits das Münster. 1146 wurde von dort durch Bernhard von Clairvaux zum unheiligen Kreuzzug aufgerufen. Durch dieses unrühmliche Ereignis wurde zum ersten Male eine Freiburger Kirche urkundlich erwähnt. Das Herzoghaus der Zähringer hat lange Zeit den Bau gesponsert und vorangetrieben. Basler Bauleute wurde beauftragt. Die Dynastie der Zähringer wollte sich ein Denkmal und eine würdige Grabstätte schaffen.

Nach dem Tod des Herzogs Bertold bekam ab 1220 die französische Gotik, die über das Elsass nach Baden gelang, einen maßgeblichen Einfluß auf die Architektur. Auch der Einfluß des Straßburger Bischofs war in diesem Bezug einschneidend.

Das wahre Meisterstück des Münsters ist sicherlich der Westturm. Mit einem ausgeklügelten System verborgener Eisenanker wurde von den experimentier - freudigen  Freiburger Baumeistern ein achteckiger Oberbau über einen  quadratischen Unterbau errichtet, mit einer völlig durchbrochenen und freien Konstruktion der Achteckhalle errichtet.

1258 wurde die erste Glocke gegossen und in den Turm gehängt, die Hosanna. Als "Knöpfleglocke" ist sie noch heute um 11:00 Uhr täglich zu hören. Gegen 1330 war der Turm fertiggestellt und konnte bewundert werden.

Sehr beeindruckend sind die vielen Dekorationen mit Dämonen, Heiligen, Propheten und wasserspeienden Skulpturen. Zwischen 1270 und 1300 wurde die Turmvorhalle besonders reich ausgestattet. 

 

Ab dem 13 Jhrt. übernahmen die Bürger selbst die Finanzierung des Münsterbaus. Um 1350 war das Münster eigentlich fertig, aber die Bürger gaben Johannes Gmünd aus der Parler-Familie den Auftrag, einen prächtigen Chor zu bauen. 1354 wurde "der erste stein an disen kor" gelegt, wie eine Widmung belegt. Der Chor sollte dem Turm in seiner Schönheit nicht nachstehen. Jedoch waren die Gelder bereits 1370 aufgebraucht, so daß erst ab 1471 ein Weiterbau möglich wurde. 1510 wurden die Gewölbe geschlossen, die alte romanische Apsis abgerissen, und 1513 konnte dann die Schlußweihe erfolgen. Die eigentlichen Sponsoren des Chors haben diesen also nie gesehen.

1620 wurde eine Vorhalle am Südquerhaus angefügt. Ansonsten ist das Münster äußerlich wenig verändert worden. Im Innern dagegen wurde heftig umgestaltet. Mit 12 Mittelpfeilern, einen für jeden Apostel, die auch je mit einer herrlichen Figur geehrt wurden. Ganz wunderschön ist auch die Glasmalerei, von der noch gute Teile erhalten sind. Stifter waren insbesondere die Handwerkszünfte, die sich mit ihren Wappen verewigt haben. Auch viele Herrscher haben diese frühen "Werbetafeln" für sich genutzt.

Hauptstück des Innern ist aber wohl der Hochaltar von Hans Baldung Grien, geschaffen zwischen 1512 und 1516. Mit herrlichen, überlebensgroßen Figuren der Malerei der Spätgotik zeigt der Altar Szenen des Marienlebens. Weitere Altäre des Spätmittelalters sind ebenfalls zu sehen. Insgesamt ist das Freiburger Münster ein prächtiges und unbedingt sehenswertes, beeindruckendes Gesamtkunstwerk, zweifellos die erste und wichtigste Attraktion der Stadt Freiburg. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationen zum Freiburger Münster:

Dompfarramt Freiburg     Herrenstrasse 36  0761-202790

Münsterbauverein   Schoferstrasse 4 0761 - 33432

Freiburger Kirchen:

Telefonandacht 0761 - 89 10 15

Katholische Einrichtungen und Behörden:

Zentrale Auskunft Erzbischof Dr. Oskar Saier  Büro Herrenstrasse 9  0761- 21880   Generalvikariat Dr. Otto Bechthold  Herrenstrasse 15  0761 - 21880  Erzbischöfliches Seelsorgeamt 0761 - 51440

Über die og. Rufnummern erfragen Sie weitere Einrichtungen wie Seelsorge, Behinderten- oder Altenarbeit, Fürsorge usw. 

Caritas Zentralruf  0761 - 319 160

Evangelische Institutionen:

Zentrale Auskunft Evangelisches Dekanat und Kirchengemeindeamt  Goethestrasse 2  Rufnummer 0761- 708630                             

Prälat Evang. Kirchenkreis  Südbadeb   Möslestrasse 11  0761 - 37667    

Einrichtungen der Evangelischen Stadtmission (Altenheime, Suchtgefährdung, Seelsorge, Psychosoz. Beratung usw.)  Adelhauser Strasse 27   Rufnummer  0761 - 319 170

Gemeindedienste Diakonie  0761 - 368910

 

 

 

Weitere Informationen über Freiburg: